Lecker wars…

VegaDO 17.02.2013

Heute war mal wieder ein schöner Mitmach-Brunch in Dortmund, mal wieder mit einem wunderbaren Süßigkeitenangebot wie man auf dem Bild sieht. (Keine Angst den Teller haben wir uns zu Zweit geteilt) Wie meist war es ein wunderbar entspannter Vormittag.

Dort konnte man einmal herzlich über die ganzen Fleisch-”Skandale” der letzten Tage grinsen und sich auf neue Enthüllungen freuen. Da Frau Aigner ja “für mehr Kontrollen” ist, wie heute in der Zeitung zu lesen war, können wir uns sicher auf immer neue spannende Enthüllungen freuen. Allerdings hat Frau Aigner dies schon des öfteren gefordert, wie die heute-show vom vergangenen Freitag in einer wunderbare Collage der schönsten “Wir müssen die Kontrollen verstärken” Auftritte der letzten Jahre gezeigt hat. Sehen wir mal wo demnächst noch überall Fleisch von Tieren drin ist, die nicht deklariert waren… Und vor allem wie lange diese Empörungswelle noch anhält, an deren Ende sich mal wieder NICHTS ändern wird!

Beruhigt war ich aber heute irgendwie über die gesamte Berichterstattung zum Thema Grippewelle, ich war wohl nicht der einzige der die letzten zwei Wochen zu Hause verbringen musste. Obwohl man sich als Veganer ja schon die Frage gefallen lassen muss, wieso man trotz der gesunden Ernährung eigentlich eine Bronchitis bekommen kann… An zu dünner Kleidung kann es ja nicht liegen ;-)

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Mein erstes Mal!

So dies wird nun mein erster Blogeintrag meines ganzen Lebens, ich bin gespannt zu was es führt und wie lange ich es durchhalte zu blogen und besonders bin ich auf meine eigene Frequenz gespannt.
Dieser erste Eintrag ist allerdings lediglich eine etwas längere Facebook Statusmeldung, die mich überhaupt erst inspiriert hat lieber zu blogen als alles nur auf Facebook zu veröffentlichen.

Ausgehend von einem schönen Zitat („ Man darf annehmen: Würde langfristig in den Nachrichten über die Massentierhaltung berichtet, so würden die Deutschen nicht weniger Fleisch essen. Sondern weniger Nachrichten schauen – bis zum nächsten Lebensmittelskandal.“) aus einem Artikel der Süddeutschen Zeitung vom heutigen Tag und diversen interessanten Artikeln in der heutigen Ausgabe der taz, die noch nicht online sind, stelle ich mir gerade folgende Frage:
Was soll der ganze Scheiß!

Wenn wir hier von Verbrauchertäuschung sprechen ist es nicht eher so, das der Verbraucher als dumm und unmündig hingestellt wird? Ob sich die Verbraucher aufregen, dass Ihre Tiefkühlerdbeeren aus China kommen oder Fleisch durch halb Europa gekarrt wird und das die Herkunft von Zutaten in Fertiggerichten dank der EU noch nicht gekennzeichnet werden, muss doch jedem Bürger vollkommen klar sein. Wenn jetzt davon geredet wird, dass beim Bestreben der US-Regierung mit ihrem Freihandelsabkommen im Windschatten von Autos und Industrieprodukten auch hormonell vollgepacktes Fleisch und genmanipulierte Agrarprodukte auf den Markt zu werfen. Dann frage ich ich mich doch: „Who cares?“

Als mündiger Verbraucher habe ich doch heute die Möglichkeit mich mit Hilfe des Konzerns Google und vielen unabhängigen Seiten im WWW zu informieren wie und wo meine Lebensmittel herkommen. Verarscht wird nämlich niemand, sondern meist ist es ein selbst verschuldetes Informationsdefizit.

Darüber hinaus MUSS niemand Fertiggerichte oder stark verarbeitete Lebensmittel kaufen. Es gibt sicher eine Reihe von Lebensmittel wie Nudeln oder Milchprodukten wo es sinnvoll ist auf convenience zurückzugreifen. Allerdings ist dort sicher deutlich einfacher zu verfolgen wie sie hergestellt werden.
ABER kein Mensch braucht eine Fertiglasagne! Jeder Bio- oder Wochenmarkt (und sogar Discounter) bieten ein Paradies von Möglichkeiten mit denen sich JEDER seine eigene Lasagne in evtl. der doppelten Zeit machen kann, die ein Fertiggericht in Anspruch nimmt. Und das individueller, leckerer und wahrscheinlich auch gesünder als irgendwo sonst!

Vielleicht sollte sich unsere neue Bildungsministerin mal überlegen ob man nicht evtl. Hauswirtschaft incl. Warenkunde, nachhaltiges Einkaufen, Kochen etc. in die Stundenpläne der Grund- und weiterführenden Schulen aufnimmt. Diese Kulturtechniken scheinen nämlich kaum noch weitergegeben zu werden. Vielleicht freut das langfristig dann auch das Gesundheitsministerium und jemanden der das Wort Verbraucherschutz im gleichnamigen Ministerium auch ernst nimmt!

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, heißt es im Volksmund. Und Unwissenheit ist keine Ausrede für unkritisches Konsumieren…

Der Artikel der Süddeutschen: http://www.sueddeutsche.de/panorama/lebensmittelskandal-in-europa-das-grosse-fressen-1.1600689
Die neuste Ausgabe der taz gibt es als e-paper für nur 0,79€ hier: https://www.taz.de/zeitung/e-paper/e-kiosk/ (Erwähnte Artikel in der taz vom 15.02.2013)

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